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35. Schach Olympiade 2002

vom 25. Oktober bis 11. November 2002 in Bled / Slowenien

Bericht, Fotos, Partien, Presse, Stand, Termine und Details
sowie die Einzelergebnisse der Deutschen und Schweizer


Pressemeldungen

Jeweils Platz 16

In der letzten Runde der Schach-Olympiade in Bled kam unsere Männer-Vertretung über ein 2:2 gegen Spanien nicht hinaus. Christopher Lutz und Thomas Luther gewannen ihre Partien, während Alexander Graf und Rustem Dautov verloren. Damit hat das Team von Bundestrainer Uwe Bönsch mit 32,5 Punkten Rang 16 erreicht. Die Spitze: 1. Russland 38,5; 2. Ungarn 37,5; 3. Armenien 35,0. In der letzten Runde spielten Elisabeth Pähtz, Jordanka Micic und Ekaterina Borulya jeweils Remispartien gegen England. Mit diesen 1,5 Punkten (insgesamt: 24 Punkte) erreichten sie die gleiche Platzierung wie die Männer. Das Frauen-Team betreute Raj Tischbierek. Olympiasieger wurde China (29,5) vor Russland (29) und Polen (28).

Norbert Heymann, Ref. ÖA DSB
11.11.2002
Weitere Informationen: www.sah-zveza.si/ol2002/forms/index1.asp

Schach-Olympiade in Bled

In der heute gespielten 12. Runde kam unsere Männer-Nationalmannschaft gegen die Vertretung aus Griechenland über ein 2:2 nicht hinaus. An den Spitzenbrettern spielten Alexander Graf und Rustem Dautov remis; Thomas Luther gewann sein Spiel, während Jörg Hickl verlor. Mit 28,5 Punkten liegt die deutsche Mannschaft damit auf Rang 13. In Führung sind Russland mit 34,5 Zählern, gefolgt von Ungarn (32,5) und Armenien (30,0). Gegen Indien gab es für die deutschen Frauen eine 1:2-Niederlage. Ketino Kachiani-Gersinska und Elisabeth Pähtz trennten sich beide mit einem Unentschieden von ihren Gegnerinnen; Ekaterina Borulya besiegelte mit ihrem Partieverlust die Niederlage. Damit steht in der aktuellen Turniertabelle vor dem Namen "Germany" die 19. Punktgleich (25,5) sind China und Georgien vorn. Einen halben Punkt dahinter liegt die russische Mannschaft.

Morgen müssen unsere beiden Teams noch einmal an die Bretter. Die 13. Runde bringt für die Männer ein Aufeinandertreffen mit England, während es unsere Frauen mit Bosnien und Herzegowina zu tun bekommen. Am 9. November ist Ruhetag und am Sonntag steht die 14. und letzte Runde auf dem Programm.

Norbert Heymann, Ref. ÖA DSB
7.11.2002
Weitere Informationen: www.sah-zveza.si/ol2002/forms/index1.asp

2 Niederlagen gegen Russland

Bei der Schach-Olympiade in Bled gelang im Wettkampf der 11. Runde gegen Russland nur Rustem Dautov ein Remis. Christopher Lutz, Alexander Graf und Klaus Bischoff verloren ihre Partien. Damit ist unsere Vertretung auf den 13. Platz (26,5 Punkte) abgerutscht. Es führen Russland (32) vor Ungarn (30) und Georgien (28). Heute ist die Mannschaft aus Griechenland Gegner unseres Teams. Auch die deutschen Frauen saßen der russischen Mannschaft gegenüber. Hier konnte Elisabeth Pähtz gegen Alexandra Kosteniuk gewinnen. Ketino Kachiani-Gersinska und Ekaterina Borulya unterlagen ihren Gegnerinnen. Dieses 1:2 bedeutet Rang 12 mit 19,5 Punkten. Es führt Georgien (24,5); Rang 2 nimmt China mit 24 Punkten ein, gefolgt von Russland mit 22,5. In der heutigen 12. Runde geht es gegen die Nationalmannschaft aus Indien.

Norbert Heymann, Ref. ÖA DSB
7.11.2002

Morgen gegen Russland

Duplizität der Ereignisse: bei der Schach-Olympiade in Bled gewannen in der heutigen 10. Runde unsere Männer gegen die Tschechische Republik mit 3,5:0,5 - Christopher Lutz remis; Alexander Graf, Rustem Dautov und Klaus Bischoff gewannen ihre Partien. Damit liegt unsere Mannschaft mit 26 Punkten auf Rang 4 hinter Russland (28,5 Punkte), Ungarn (27,5) und England (26,0). Die französische Frauen-Nationalmannschaft wurde von unserem Team mit 2:1 bezwungen. Im Einzelnen: Elisabeth Pähtz gewann ihre Partie; Ketino Kachiani-Gersinska und Ekaterina Borulya spielten remis. In Führung liegt Georgien (24,0 Punkte) vor China (21,5) und den USA (20,5). Ebenfalls 20,5 Punkte hat die russische Mannschaft auf ihrem Punktekonto. Unser Team liegt mit 18,5 Punkten auf Rang 8. Morgen spielen unsere beiden Teams gegen die Vertretungen Russlands.

Norbert Heymann, Ref. ÖA DSB
5.11.2002

Schach-Olympiade in Bled

Mit 2,5:0,5 gewannen unsere Frauen gegen das Team aus Ekuador. Ketino Kachiani-Gersinska und Elisabeth Pähtz gewannen ihre Partien; Jordanka Micic spielte remis. Dies bedeutet nach der 5. Runde Rang 8. Es führt Georgien vor der Mannschaft der USA. Heute sitzen sich die Teams aus Deutschland und Vietnam gegenüber. Weißrussland hieß der Gegner von Christopher Lutz, Alexander Graf, Jörg Hickl und Klaus Bischoff. Unser Männerteam verlor mit 1,5:2,5. Bis auf Jörg Hickl, der seine Partie verlor, spielten die anderen Akteure Unentschieden. In der Tabelle bedeutet dies nach fünf Durchgängen Platz 33. In Führung liegt Bosnien und Herzegowina vor Russland und Armenien. Der heutige Gegner heißt Finnland.

Norbert Heymann, Ref. ÖA DSB
31.10.2002

Hohe Erwartungen an Deutschland bei Schach-Olympiade

Bled (dpa) - Bei der Schach-Olympiade im slowenischen Bled hängt die Messlatte für Deutschland hoch. Das Team von Bundestrainer Uwe Bönsch erreichte vor zwei Jahren in Istanbul hinter Russland überraschend den 2. Platz.

Von der damaligen Mannschaft sind noch die Großmeister Christopher Lutz, Rustem Dautow, Klaus Bischoff und Thomas Luther dabei. Zwei wichtige Leistungsträger dagegen fehlen im deutschen Aufgebot. Artur Jussupow und Robert Hübner bleiben der 35. Olympiade wegen der im Schach umstrittenen Doping-Regelung fern. Der Weltverband FIDE hatte die Kontrollen im vergangenen Jahr eingeführt, weil das königliche Spiel olympische Disziplin werden soll. Die entsprechende Bewerbung der Schachföderation liegt beim IOC jedoch vorerst auf Eis.

Das erste Brett für Deutschland in Bled besetzt Christopher Lutz (SG Porz). Des weiteren spielen Alexander Graf (Porz), Rustem Dautov (SC Baden Oos), Jörg Hickl und als Ersatz Klaus Bischoff (SK König Plauen) sowie Thomas Luther (Erfurter SK). Die Mannschaft hat sich im italienischen Aosta-Tal auf das zweiwöchige Turnier vorbereitet, das am 10. November endet.

Favorit in Bled ist Russland. Der Titelverteidiger setzt den Weltranglisten-Ersten Garri Kasparow ans Spitzenbrett. Zum Stamm gehören die Großmeister Jewgeni Barejew, Alexander Morosewitsch und der FIDE-Champion von 1999, Alexander Khalifman. Der Weltmeister im klassischen Schach, Wladmir Kramnik, steht wenige Tage nach seinem Computermatch gegen «Deep Fritz» (4:4) in Bahrain nicht zur Verfügung.

Bei den Frauen ist China der Favorit. Das deutsche Team wird von den Experten ebenfalls als sehr stark eingeschätzt und hat einen vorderen Platz im Visier. Am ersten Brett spielt Ketino Kachiani (SC Baden Oos). Dahinter nominierte der DSB Elisabeth Pähtz (Dresdner SC), Jordanka Micic und Jekaterina Borulya. Team-Chef ist Großmeister Raj Tischbierek aus Berlin. Gespielt wird täglich, bei den Herren an je vier und bei den Damen an je drei Brettern. Ruhetage sind der 3. und 9. November.

© dpa - Meldung vom 25.10.2002 10:38 Uhr
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Die dritte Tasse Kaffee ist zu viel

Am Vorabend ihrer Anreise zur Schach-Olympiade in Slowenien vom 25.10.-11.11.02 trafen sich die Großmeisterinnen und Großmeister der deutschen Nationalmannschaft im Parkhotel Bad Homburg. Wichtigster Programmpunkt war ein Gedankenaustausch mit dem Sportarzt des Deutschen Schachbundes Dr. Hans-Joachim Hofstetter aus Bad Kissingen. Nachdem jetzt auch im internationalen Schachsport Dopingkontrollen durchgeführt werden, erläuterte er ausführlich die Dopingregularien. Jeder wusste natürlich, dass kortisonhaltige Präparate verboten sind. Aber wieviel Tassen Kaffee, Tee, oder wieviel Coca-Cola dürfen Schachspieler während ihrer etwa vierstündigen Partie trinken? Für einige war es doch erschreckend zu hören, dass bereits mit der dritten Tasse Kaffee der zulässige Grenzwert des Koffeins überschritten werden kann. Da die Halbwertzeit des Koffeinabbaues bei ca. sechs Stunden liegt, empfahl Dr. Hofstetter dringend eine Reduzierung des Kaffeegenusses während der zweiwöchigen Schach-Olympiade in Bled. Am Abend lud der Präsident des Deutschen Schachbundes Alfred Schlya, Oberhausen, die deutschen Mannschaften unter Leitung der Bundestrainer Uwe Bönsch und Rai Tischbierek und einige Förderer zum Abendessen im Restaurant La Tavola ein. Sowohl die deutsche Damen- als auch die Herrenmannschaft zählen zur erweiteten Weltspitze und fahren mit guten Chancen nach Bled. Vor zwei Jahren hatten die Herren bei der Schach-Olympiade in Istanbul die Silbermedaille gewonnen. Deutschlands Farben werden bei den Frauen durch Ketino Kachiani-Gersinska (Muggensturm), Elisabeth Pähtz (Erfurt), Jordanka Micic (Dortmund) und Ekaterina Borulya (Köln) vertreten. Trainer ist Raj Tischbierek (Berlin). Bei den Herren hat Bundestrainer Uwe Bönsch (Halle) die Großmeister Christopher Lutz (Köln), Alexander Graf (Leipzig), Rustem Dautov (Westerburg), Klaus Bischoff (Ulm), Jörg Hickl (Hünstetten) und Thomas Luther (Erfurt) nominiert.

Horst Metzing, Geschäftsführer des Deutschen Schachbundes

Deutsche vor Parkhotel

Copyright für das Foto: Jost-Fotografie, Bad Homburg



© 8.96 by Gerhard Hund Update 11.11.2002